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19.03.2010 | 13.21 Uhr

Ski alpin

Super-G auf der "Streif"

Büchel "überlebt" am besten

Mit dem Super-G auf der legendären Schweiz hat Kitzbühel am Freitag (18.01.08) das 68. Hahnenkamm-Wochenende eingeläutet. Ausgerechnet der Liechtensteiner Marco Büchel, der auf der legendären "Streif"-Piste einen Kampf ums "nackte Überleben" vorhergesehen hatte, raste nach ganz oben aufs Podest.

Wetterkapriolen im Vorfeld sorgten für eine Verkürzung der Super-G-Strecke, die ohnehin schon eine Entschärfung der Abfahrt ist. Doch selbst eine entschärfte "Streif" verliert nichts von ihrem Mythos und reicht locker aus, den Athleten einen ordentlich Schauer einzujagen. "Es ist das schwierigste Kitzbühel - oder man vergisst schnell das Frühere", kommentierte der Trainingsschnellste Didier Cuche aus der Schweiz die Piste. Noch drastischer wählte der Liechtensteiner Marco Büchel seine Worte angesichts der unruhig präparierten Strecke: "Hier geht es ums nackte Überleben."

Büchels Husarenstreich

Im Rennen war von Respekt bei Büchel dann nichts mehr zu spüren. Mit einem furiosen Ritt bändigte er die "Streif" und demonstrierte den fast perfekten Überlebenskampf. Mit 1:15,44 Minuten setzte er eine klare Marke, die nur noch drei Mal in Gefahr kommen sollte. Didier Cuche und der Österreicher Mario Schreiber kamen bis auf 33 Hundertstelsekunden an Büchel heran, dann begann der Auftritt des Altmeisters.

Hermann Maier - gefeierter Held

"Mister Super-G" Hermann Maier rutschte mit Startnummer 22 ins Starthäuschen. Was folgte war ein Super-G, der an die vergangenen Glanzeiten des bulligen Skilehrers erinnerte. Der "Herminator" fuhr, sprang, schlitterte über die Piste - wie keiner vor ihm. Bei der Zwischenzeit hatte er Büchel schon gepackt, eine Nebelwand im unteren Streckenabschnitt kostete ihm kurzzeitig die Sicht. Und vermutlich auch einige Hundertstel. 16 fehlten im Ziel schließlich auf Büchel, Maier landete auf dem zweiten Platz vor den zeitgleichen Cuche und Scheiber. Tagessieg in Kitzbühel für Büchel, doch die österreichen Fahns am Hahnenkamm feierten an diesem Tag nur einen: Hermann Maier.

Keppler mit zu viel Respekt

"Hier kommts drauf an, die Linie zu treffen, das liegt mir. Hier gefällts mir richtig gut," hatte der Wahl-Münchner Stephan Keppler vom Deutschen Skiverband (DSV) vor dem Rennen gesagt. Im Super-G nötigte ihm die "Streif" allerdings gehörig Respekt ab: Zu verhalten ging er mit Startnummer zwei auf die Strecke und landete nur auf dem 43. Platz. Johannes Stehle bändigte die Piste etwas besser und wurde 36.

ebs | Stand: 18.01.2008, 12:31

 

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