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Hockey
Hockey-EM der Damen und Herren
Über Manchester nach Peking
Bei der Hockey-Europameisterschaft in Manchester geht es ab Samstag (18.08.07) nicht nur um den kontinentalen Titel, sondern auch schon um die Qualifikation für Olympia. Die Teams des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) wollen unter die ersten Drei und sich das direkte Ticket für Olympia 2008 ergattern.
Olympia im Visier: Christopher Zeller
Die ersten Drei bei der EM qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele 2008 in Chinas Hauptstadt. "Der Titelgewinn wäre eine Zugabe", sagt Herren-Bundestrainer Markus Weise, "Manchester ist vor Olympia eigentlich nur eine Durchgangsstation." Eigentlich kann für die erfolgsverwöhnten DHB -Teams ja auch nichts schiefgehen. Die Olympiasieger-Damen haben bislang nur 1987 einmal schlechter als Platz drei abgeschnitten, die Herren noch nie. Sechsmal haben sie den Titel gewonnen und sind zudem amtierender Weltmeister.
Sollte in Manchester dennoch das direkte Peking-Ticket verpasst werden, gibt es im Frühjahr 2008 noch die Chance, auf einem Qualifikationsturnier nachzurücken. Aber das will im DHB wirklich keiner, es würde alle Terminplanungen für die Bundesliga und die Olympiavorbereitung völlig über den Haufen werfen.
Schwere Brocken für die Herren
Den Männern droht von der Papierform her die größere Gefahr: In den Niederlanden, Titelverteidiger Spanien und Gastgeber England sind drei ernstzunehmende Gegner mit im Turnier. Spanien und die Niederlande könnten dabei Halbfinalgegner des deutschen Teams werden, England wartet bereits am Mittwoch zum Abschluss der Vorrunde. "Die Engländer dürfen wir insbesondere wegen des Heimvorteils nicht unterschätzen", sagt Mannschaftskapitän Timo Weß.
Gegen die anderen Vorrundengegner Tschechien und Belgien ist Deutschland klarer Favorit. Gegen die Tschechen steigen die DHB-Männer am Sonntag (11.00 Uhr MESZ ) in das Turnier ein. "Für uns sind sie die großen Unbekannten", sagt Weise, "ich denke aber nicht, dass sie in den Kampf ums Halbfinale eingreifen werden."
Holland vermeiden
Deutsche Hockey-Damen wollen nach Peking.
Auch die deutschen Damen starten gegen ein unbekanntes Team in die EM. Bereits am Samstag (14.00 Uhr MESZ) ist Aserbaidschan erster Gegner der Olympiasiegerinnen und ihres neuen Trainers Michael Behrmann. Der Aufsteiger aus der B-Gruppe war erst einmal 2003 in einem Freundschaftsspiel Gegner der DHB-Auswahl. Das Vereinsteam von Meister Ata Sport HC Baku sorgte allerdings über Pfingsten beim Europacup für Aufsehen, als sie im Spiel um Platz drei gegen den Berliner HC erst im Siebenmeterschießen verloren.
Behrmann und seine Frauen sollten dennoch den einfacheren Weg ins Reich der Mitte haben. Titelverteidiger und Weltmeister Niederlande ist der Topfavorit, könnte wie Gastgeber England aber frühstens im Halbfinale auf das deutsche Team treffen. Schwerster Vorrundengegner ist sicherlich Spanien, auf das das deutsche Team zum Abschluss der Gruppenphase am Dienstag trifft. Die Ukraine ist krasser Außenseiter.
"Die Spanierinnen haben wir in der Vorbereitung zweimal geschlagen", sagt Behrmann, der optimistisch nach Manchester fährt. "Wir haben gesehen, dass wir auch gegen die Niederlande eine Chance haben, wenn alles zusammenpast", sagt der Hamburger, der seine Damen in der Vorbereitung auch mit Drachenbootfahren und Bogenschießen auf die gemeinsame Aufgabe einschwor: "Wichtig ist nur, dass wir erst im Endspiel auf Holland treffen. Auf ein Spiel um Platz drei habe ich keine Lust."
Die Gruppenspiele der deutschen Teams:
Damen:
Samstag (14.00 Uhr MESZ): Deutschland - Aserbeidschan, Montag (12.00): Deutschland - Ukraine,
Dienstag (18.00): Deutschland - Spanien
Herren:
Sonntag (11.00): Deutschland - Tschechien,
Montag (18.00): Deutschland - Belgien,
Mittwoch (20.00): Deutschland - England.
sid | Stand: 17.08.2007, 16:54
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