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"Noch weit bis zum Tour-Sieg"
Contador noch nicht am Ziel
Alberto Contador kann sich entspannen: Er hat das Gelbe Trikot. Doch der Spanier ist noch nicht am Ziel seiner Wünsche. Er weiß, dass er mit Andy Schleck und Bradley Wiggins noch starke Konkurrenz hat.
Einen Tag nach seiner Siegesfahrt ins Gelbe Trikot sieht sich Alberto Contador noch nicht am Ziel seiner Wünsche. "Es fehlt noch viel zum Tour-Sieg, auch wenn ich jetzt ruhiger schlafe als in den vergangenen Tagen", sagte der spanische Radprofi am Ruhetag in Sion. Vor der 16. Etappe der 96. Tour de France am Dienstag von Martigny (Schweiz) nach Bourg-Saint-Maurice in den französischen Alpen hat Contador den Luxemburger Andy Schleck - Fünfter mit einem Rückstand von 2'26 Minuten - vom dänischen Saxo-Bank-Team und den Briten Bradley Wiggins (Dritter/1'46) vom US-Team Garmin-Slipstream als "gefährlichste Konkurrenten" ausgemacht.
Contador litt unter "Armstrong-Spielchen"
Der 26-Jährige zeigte sich am Ruhetag froh darüber, dass er mit seinem Tagessieg den Machtkampf mit dem Astana-Rivalen Lance Armstrong zu seinen Gunsten entschieden und der Texaner ihm seine Helferdienste angeboten hat. Armstrong weiß, dass die Zeit auch für einen siebenfachen Toursieger, der die Sportwelt seit seinem ersten Sieg in Frankreich 1999 nach überstandener Krebserkrankung in Atem hält, nicht zurückzudrehen ist: "Es mag Leute geben, die erwartet haben, dass ich wie 2004 und 2005 fahren würde, aber das entspricht nicht der Realität. Auf seiner Seite bei twitter.com schreibt Armstrong: "Mein Glückwunsch an ihn kommt von Herzen."
"Ich vertraue ihm, dass er mich jetzt unterstützen wird", sagte Contador, der zugab, unter Armstrongs psychologischen Spielchen gelitten zu haben: "Das Rennen und der Druck von außen waren bisher sehr anstrengend. Der Erfolg gestern in Verbier war eine Befreiung für mich." Er habe sich nie spezielle Gedanken darüber gemacht, der erste Fahrer zu sein, der Armstrong nach dessen sieben Siegen schlagen könnte, sagte Contador: "Nach seinem Rücktritt hätte ich nicht an ein Comeback gedacht."
Der Champion von 2007 will noch so viele Frankreich-Rundfahrten wie möglich gewinnen. "Ich habe aber keine bestimmte Anzahl vor Augen." Mit dem Verlauf der diesjährigen Tour ist der Madrilene sehr zufrieden, "weil der Sport im Mittelpunkt steht". Die von ihm gewonnene Skandal-Tour 2007, bei der der Däne Michael Rasmussen kurz vor dem Gesamtsieg ausgeschlossen worden war, sei "schlecht" für den Radsport gewesen.
dpa | Stand: 20.07.2009, 15:54
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