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Leichtathletik
Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm
Ein WM-Ticket ist das Ziel
Am kommenden Wochenende treffen sich die besten nationalen Leichtathleten zur Deutschen Meisterschaft in Ulm. Neben den Titeln geht es vor allem um eines: Die Fahrkarten zur WM in Berlin.
Über Ulm nach Berlin: Tobias Unger.
Sprinter Tobias Unger hat trotz einer bislang nicht optimalen Leichtathletik-Saison seinen WM-Start in Berlin (15. bis 23. August) noch nicht abgeschrieben. "Aufgegeben wird nicht, bis zum 2. August ist Zeit", sagt Unger, 200-Meter-Olympiasiebter von Athen 2004.
"Es lief bislang - milde gesagt - nicht optimal." Immer wieder spürte der Kornwestheimer in den vergangenen Wochen die Achillessehne seines rechten Fußes. Zuletzt ließ er sich mit einer Lichttherapie behandeln. Besserung stellte sich ein und so fährt Tobias Unger zuversichtlich zu den Deutschen Meisterschaften am Wochenende (4./5. Juli) nach Ulm. "Ich will überraschen. Wenn ich den WM-Start verpasse, wäre das eine Riesenenttäuschung. Diese Chance kommt nie wieder."
WM-Kontingent ist limitiert
Wie für den besten deutschen Sprinter sind die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende diesmal kaum mehr als die Möglichkeit, eine der begehrten Tickets für die WM in Berlin zu ergattern. Bei der WM dürfen in jedem Wettbewerb pro Nation höchstens drei Teilnehmer/innen an den Start gehen. Das bedeutet in einigen Disziplinen mit hohem Leistungsniveau, dass vorab auf nationaler Ebene eine Vorauswahl getroffen werden muss.
In Deutschland erfolgt dies traditionell bei den sechs Wochen vor der WM stattfindenden Deutschen Meisterschaften. Besonders in den beiden Stabhochsprung-Wettbewerben der Männer und Frauen sowie in mehreren Wurf-Wettbewerben rechnen die Experten mit einem Showdown um die WM-Startplätze.
Schnelle Männer als Höhepunkt
Schnellster des Jahres: Stefan Schwab.
In 38 Einzel- und acht Staffel-Wettbewerben wird es in Ulm um Titel und WM-Tickets gehen. Traditionell ist der Wettbewerb der schnellsten Männer dabei das Hauptereignis. Weil Tobias Ungers Form nach seinen Verletzungsproblemen fraglich ist, bestehen im Sprint für den Jahresschnellsten Stefan Schwab (TSV Schwarzenbek) gute Aussichten auf die Meisterschaft. Für ihn gilt es, ein zweites Mal die WM-Norm von 10,21 Sekunden zu unterbieten.
Unger selbst bangt im Moment vor allem um seinen Start in der WM-Staffel. "Da noch reinzukommen, ist sicher schwierig, aber meine Chance kommt, wenn einer schwächelt." In Ulm sucht sie der 29-Jährige zuerst über 100 Meter. "Danach werden wir sehen, ob ich auch über 200 Meter antrete."
sid/dpa | Stand: 02.07.2009, 10:33
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