Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Standort.

09.02.2010 | 19.53 Uhr

International

AZ klar vor Amsterdam, Rotterdam und Eindhoven

Alkmaar auf dem Weg zum Titel

Von Frank van der Velden

In der niederländischen Eredivisie bahnt sich Großes an. Erstmals seit 1981 könnte der Meister am Ende der Saison nicht Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam oder PSV Eindhoven heißen.

Damals - vor 28 Jahren - holte AZ Alkmaar den Titel, und auch jetzt führt der Klub aus der Provinz Nordholland nach 22 Spieltagen die Tabelle an. Und zwar souverän. Die Bilanz ist beeindruckend: 56 Punkte hat das Team von Trainer Louis van Gaal auf dem Konto.

Nach zwei Pleiten zu Beginn der Saison gegen Breda und in Den Haag ist Alkmaar seit 20 Spielen ungeschlagen und hat bei nur zwei Remis 18 Siege eingefahren. Nur zwölf Gegentreffer hat die Mannschaft kassiert, zehnmal in Serie blieb die Abwehr ohne Gegentor. Der marokkanische Stürmer Mounir El Hamdaoui führt mit 18 Treffern die Torschützenliste an.

Van Gaal: "Das bedeutet gar nichts"

Zwölf Spieltage vor Saisonschluss liegt Alkmaar 14 Punkte vor Ajax Amsterdam, 15 sind es auf die PSV Eindhoven, Feyenoord Rotterdam hinkt gar 32 Zähler hinterher. Trainer Louis van Gaal will vom Titel dennoch nichts wissen. "Das bedeutet gar nichts. Die Meisterschaft wird erst später entschieden", sagt der ehemalige Bondscoach.

Mulder: "Alkmaar wird Meister"

Zu frisch sind die Erinnerungen an die Saison 2006/2007. Da war der Klub vor dem letzten Spieltag punktgleich mit Amsterdam und Eindhoven Tabellenführer. Dann gab es eine ganz bittere 2:3-Niederlage bei Excelsior Rotterdam - und der Titel ging erneut an die PSV. Am Samstag (14.02.09) könnte Alkmaar sich revanchieren und einen weiteren großen Schritt in Richtung Meisterschaft tun - mit einem Sieg beim Titelverteidiger Eindhoven.

"Alkmaar wird Meister, ganz klar", sagt Youri Mulder. "Die spielen so souverän, die sind kaum noch einzuholen. Die haben eine sehr starke Defensive, ein kreatives Mittelfeld und schnelle, torgefährliche und konterstarke Stürmer", sagt der niederländische Co-Trainer des Fußball-Bundesligisten Schalke 04. Er traut keinem der "großen Drei" zu, AZ noch abfangen zu können. "Die sind alle nicht gut drauf", sagt der Ex-Profi.

Zwei Trainerwechsel - keine Erfolge

Stürmer Mounir el Hamdaoui in Aktion; Rechte: dpa Lupe groß

Stürmer Mounir el Hamdaoui in Aktion

Da hat er Recht. Ende Januar warf der ehemalige Bundesliga-Trainer Huub Stevens in Eindhoven genervt das Handtuch. In Rotterdam musste zuvor Coach Gertjan Verbeek nach Differenzen mit den Spielern um Ex-Bayern-Spieler Roy Makaay die Koffer packen. Genutzt haben die Trainerwechsel nichts. Auch Ex-Nationaltrainer Marco van Basten kommt mit Ajax auf keinen grünen Zweig.

So verwundert es nicht, dass Twente Enschede Alkmaars ärgster Verfolger ist. Doch auch der ehemalige Klub von Youri Mulder liegt schon elf Punkte hinter dem Spitzenreiter. "Denen traue ich die Meisterschaft nicht zu", sagt der 39-Jährige, der nebenbei als Experte für einen niederländischen Fernsehsender arbeitet.

Spieler ließen van Gaal nicht ziehen

Doch es gibt noch etwas, das die Rot-Weißen in dieser Spielzeit so stark macht. "In der vergangenen Saison lief es für Alkmaar nicht rund. Das Team wurde nur Elfter, und van Gaal trat zurück. Doch Teile der Mannschaft überzeugten ihn, zu bleiben. Das hat offenbar zusammen geschweißt. Das war Außergewöhnlich", erklärt Mulder, dem noch etwas Entscheidendes auffällt: "Van Gaal ist ein Trainer, der eigentlich immer sehr offensiv spielen lässt. In Alkmaar legt er jedoch in diesem Jahr auch großen Wert auf eine starke Defensive. Er hat seine Philosophie ein wenig geändert. Das macht den Erfolg."

Und wenn Alkmaar Meister wird? Ist das "niederländische Dreigestirn" dann gesprengt? Oder ist AZ eine Eintagsfliege? Mulder traut den Rot-Weißen zu, auf Dauer im Konzert der Großen mitzuspielen. "Das ist ein seriös geführter Klub mit einem finanzkräftigen Besitzer. Der hat den Verein kontinuierlich nach oben geführt, und die haben dort über Jahre gute Arbeit geleistet. Jetzt fahren sie die Ernte ein", sagt Mulder. AZ vergleicht er ein wenig mit Hoffenheim. "Dort ging das nur schneller", sagt der Schalker.

Gerade mal rund 95.000 Einwohner hat Alkmaar. Die Stadt ist berühmt für ihren Käsemarkt und das Käsemuseum. Und vielleicht wird Kapitän Stijn Schaars im Mai die Meistertrophäe in den Himmel recken. Wie gesagt: Es bahnt sich Großes an in der niederländischen Eredivisie.

Stand: 13.02.2009, 15:39

 

Lesezeichen setzen:

  • Logo: Yigg
  • Logo: del.icio.us
  • Logo: Mr. Wong
  • Logo: Linkarena
  • Logo: Webnews
  • empfehlen Seite empfehlen
Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

Sport im Ersten

Dienstag, 09.02.2010

  • 19:52 Uhr bis 19:55 Uhr Gesichter Olympias
  • 20:15 Uhr bis 22:45 Uhr Sportschau live

Mittwoch, 10.02.2010

  • 19:52 Uhr bis 19:55 Uhr Gesichter Olympias

Donnerstag, 11.02.2010

  • 19:52 Uhr bis 19:55 Uhr Gesichter Olympias

Freitag, 12.02.2010

  • 18:00 Uhr bis 19:52 Uhr Olympia live

    Olympische Winterspiele Vancouver 2010 - Moderation: Michael Antwerpes

  • 19:52 Uhr bis 20:00 Uhr Gesichter Olympias

Samstag, 13.02.2010

  • 01:20 Uhr bis 05:30 Uhr Olympia live

    Eröffnungsfeier - Moderation: Claus Lufen

  • 05:30 Uhr bis 06:20 Uhr Olympia live
  • 09:05 Uhr bis 12:00 Uhr Olympia extra
  • 12:03 Uhr bis 13:30 Uhr Olympia Extra

Sonntag, 14.02.2010

  • 01:05 Uhr bis 03:00 Uhr Olympia live

    Eishockey / Rodeln

  • 03:05 Uhr bis 05:30 Uhr Olympia live
  • 05:35 Uhr bis 06:25 Uhr Olympia live
  • 09:05 Uhr bis 12:00 Uhr Olympia extra

Montag, 15.02.2010

  • 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr Olympia live

    Langlauf

  • 20:15 Uhr bis 23:15 Uhr Olympia live
  • 23:30 Uhr bis 01:00 Uhr Olympia live





 Standort:

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, Deutschlandradio, DW