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15.03.2010 | 08.44 Uhr

Nationalmannschaft

Auftakt zum Algarve Cup

Die Siegesserie ist gerissen

Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist verloren: Die deutschen Fußball-Weltmeisterinnen unterlagen im Auftaktspiel des Algarve Cups in Portugal 0:1 (0:0) gegen Dänemark und mussten damit nach 15 Partien in Folge ohne Pleite wieder eine Niederlage hinnehmen.

Fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Peking kassierten die Deutschen durch Merede Pedersen (46.) zudem den ersten Treffer nach 917 Minuten ohne Gegentor.

Die Chance zum Ausgleich vergab Lena Goeßling (SC Bad Neuenahr) in der 83. Minute, als sie die Latte des dänischen Tores traf. Letztmals hatte Deutschland am 30. August 2007 (2:2 gegen Norwegen) Gegentreffer hinnehmen müssen. Die letzte Niederlage hatte es am 14. März 2007 (0:1 gegen Italien) beim letzten Algarve Cup gegeben.

Fehlpässe prägten das Spiel

Vor rund 500 Zuschauern in Faro agierte die Mannschaft von DFB-Trainerin Silivia Neid, die ohne die angeschlagenen Sandra Smisek (Zerrung) und Babett Peter (Adduktoren- Verhärtung) auskommen musste, in der Anfangsphase ungewohnt nervös. Während das Spiel der DFB-Elf von Fehlpässen geprägt war, bestimmten die Däninnen das Geschehen, kamen aber kaum gefährlich vor das von Silke Rottenberg gehütete deutsche Tor.

Wie zuvor angekündigt, schenkte Neid gegen Dänemark Rottenberg das Vertrauen. Die Torfrau vom deutschen Meister 1. FFC Frankfurt und WM-Keeperin Nadine Angerer werden in den kommenden Spielen abwechselnd zwischen den Pfosten stehen. Neid hatte zuletzt erklärt, dass sich beide Torhüterinnen hinsichtlich eines Stammplatzes bei den Olympischen Spielen in einem offenen Rennen befinden.

Rottenberg aufmerksam

Nach einer knappen Viertelstunde wurde die vorher zerfahrene Partie etwas besser. Zunächst vergab Simone Laudehr die erste gute Möglichkeit der DFB-Elf (15.), dann reagierte Rottenberg glänzend bei einem Schuss von Camilla Sand (16.). Nach diesen Szenen verflachte das Spiel wieder. Dem zweimaligen Weltmeister und sechsmaligen Europameister aus Deutschland, der noch nie die Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, fehlte vor allem die Durchschlagskraft im Angriff.

Nach dem Rückstand drängten die Deutschen auf den Ausgleich. Überzeugen konnte das Team von Neid, die aus 37 im Blickfeld stehenden Spielerinnen einen 18-köpfigen Olympia-Kader zusammenstellen muss, aber auch dabei nicht.

sid | Stand: 05.03.2008, 16:29

 

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