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Frauenfußball
Deutsche Frauen im Viertelfinale gegen Nordkorea
"Wir werden gewinnen"
Im Besprechungsraum der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft hängt ein Plakat. Hinter den Zwischenzielen Olympia-Qualifikation und WM-Viertelfinale ist ein Haken gemacht, jetzt wird der dritte Punkt in Angriff genommen.
Entspannt in Wuhan: Bundestrainerin Silvia Neid
Am Samstag (ab 10.50 Uhr live bei sport.ARD.de) steht das Erreichen der Vorschlussrunde in China auf dem Plan. "Nordkorea wird ein harter Gegner. Aber besorgt sind wir deshalb nicht, weil wir dagegen halten und gewinnen werden", sagte Bundestrainerin Silvia Neid im Spielort Wuhan.
Alle seien "heiß auf das Alles-oder-Nichts-Spiel", versicherte Simone Laudehr. Die 21 Jahre alte Mittelfeldspielerin, die zuletzt gegen Japan wegen einer Gelbsperre fehlte, rückt wieder in die Start-Elf. Die Duisburgerin erfährt es von Neid offiziell zwar erst in der letzten Teamsitzung, aber die Fußballlehrerin hatte erneut kein Problem damit, derlei Personalien einen Tag früher an die Medien zu geben. "Simone wird spielen", so die klare Ansage der 43-Jährigen.
Entwarnung bei Bresonik und Smisek
Eine andere Entscheidung wurde vertagt. Annike Krahn oder Sandra Minnert - der Trainerstab rätselt noch, wer neben Ariane Hingst in der Innenverteidigung spielt. Neid hat nach der Genesung der routinierten Minnert die Qual der Wahl. "Annike hat gegen England und Japan gut gestanden. Sie ist gut drin im Turnier und wir haben kein Gegentor bekommen", sagte Neid. Andererseits könne Minnert das Spiel von hinten besser aufbauen und lange Pässe schlagen.
Entwarnung gab es bei Linda Bresonik und Sandra Smisek. Sie hatten wegen leichter Adduktorenprobleme am Donnerstag das Training abgebrochen. Um die Schwere der Blessuren war Verwirrung entstanden, weil bei Smisek sogar Tränen flossen. "Sie war halt traurig, dass sie plötzlich etwas spürte. Sie kann aber fast alle Bewegungen machen und wird bis Samstag ebenso einsatzfähig sein wie Linda", meinte Neid.
Robust, quirlig und aggressiv
Dass der Weltranglisten-Fünfte ein wirklich harter Brocken ist, darüber sind sich nach der Video-Analyse alle einig. Entsprechend akribisch bereitet der Trainerstab die Elf vor. Die USA wären beim 2:2 zum Auftakt gegen den weithin unbekannten Gegner beinahe gestolpert. Danach gewann Nordkorea 2:0 gegen Nigeria, unterlag aber zum Vorrunden-Abschluss Schweden 1:2. "Wir wissen inzwischen viel über Nordkorea", betonte Neid, und listete sämtliche Vorzüge auf: "Sie sind robust, quirlig und aggressiv. Sie stehen kompakt, schalten schnell um und schießen aus allen Lagen."
Zum Fürchten also? "Nein, wir haben Respekt. Aber ich habe vor so einer Mannschaft keine Angst", sagte Laudehr, die 2006 bei der U20-WM gegen die Koreanerinnen verlor. "Wir müssen von Anfang an hohes Tempo gehen und sie unter Druck setzen. Schließlich sind wir Weltmeister", sagte sie.
"Die sehen alle gleich aus"
Sandra Minnert ist wieder fit.
Neid wird ihre Schützlinge taktisch und mental top vorbereiten, auch wenn die Identifizierung der einzelnen Spielerinnen Probleme bereitet. "Die sehen alle gleich aus, sind gleich groß, haben die gleiche Frisur und heißen auch gleich", sagten Laudehr und Lingor schmunzelnd. Kein Wunder, dass Neid bei der Gegneranalyse nur von den Rückennummern sprach. "Das ist für uns einfacher. Selbst wenn wir die Namen wüssten, würde es nicht nutzen", so Lingor.
Die voraussichtliche deutsche Aufstellung:
Angerer - Stegemann, Hingst, Krahn, Bresonik - Garefrekes, Laudehr, Lingor, Behringer - Smisek, Prinz
dpa | Stand: 22.09.2007, 12:47
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