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Frauenfußball
DFB-Damen vor dem WM-Start in China
Platzsperre sorgt für Unmut
Unmut bei den Damen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): Eine vom Weltverband FIFA kurzfristig verfügte Platzsperre bei der Frauen-WM in China sorgte für Ärger.
Sonja Fuss (l.) und Sandra Minnert beim Sightseeing
Ursprünglich sollte der Titelverteidiger am Samstagabend (08.09.07) das erste und einzige Mal die Gelegenheit erhalten, vor dem Eröffnungsspiel am Montag (ab 14 Uhr im Live-Ticker bei sport.ARD.de) gegen Argentinien im Hongkou-Stadion von Shanghai zu trainieren und den Rasen zu testen. Aber sechs Stunden vor der geplanten Übungseinheit ließ die FIFA den Platz mit der Begründung sperren, den Rasen schonen zu wollen. Allerdings haben die Chinesen bereits seit Tagen im Hongkou-Stadion für die offizielle Eröffnungsfeier vor der deutschen Partie geprobt.
"Das ist schon ungewöhnlich und sehr ärgerlich. Es passt uns gar nicht in den Kram", kritisierte die deutsche Co-Trainerin Maren Meinert. Dass die Absage so kurzfristig kam, monierte Meinert besonders. Zwar könne man auf den normalen Trainingsplatz, doch wegen der Entfernung zwischen den Arenen ist nicht einmal eine Besichtigung des Hongkou-Stadions möglich. Es sei denn, man würde das Training ganz ausfallen lassen.
Intensive Gegneranalyse
Die DFB -Elf hat sich schon intensiv mit dem ersten Gegner auseinander gesetzt, per Video dessen Spielweise, Stärken und Schwächen analysiert. Zwar besiegte das deutsche Team Argentinien im bisher einzigen Länderspiel in der WM-Vorrunde 2003 klar mit 6:1. "Aber das war eine völlig andere Mannschaft, andere Voraussetzungen", betonte Meinert. Sie erwartet ein hartes Stück Arbeit. "Argentinien ist technisch stark, hat gute Individualisten, spielt aggressiv und schnell. Zudem sind sie heiß auf uns. Wir dürfen sie auf keinen Fall kombinieren lassen, sondern müssen ihnen unser Spiel aufzwingen", betonte die ehemalige Offensivakteurin.
Ungewöhnlich ist, dass die Argentinierinnen, die in der WM-Qualifikation Brasilien schlugen und erstmals den Südamerika-Titel holten, noch mit Libero und zwei "Manndeckern" operieren. All das interessiert Kerstin Stegemann nur am Rande. Für die Abwehrspielerin von der SG Wattenscheid 09 ist das Rezept klar. Sie baut auf die Stärke der eigenen Elf: "Wir müssen dagegenhalten, die Partie dominieren. Wenn wir die Zweikämpfe gewinnen, läuft unser Spiel." Sie sei bereit, betonte Stegemann: "Von mir aus kann es los gehen. Ich kann es kaum noch abwarten."
dpa | Stand: 08.09.2007, 15:58
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